DIE LANDESGALERIE NIEDERÖSTERREICH

Mariandl -andl -andl aus dem Wachauer Landl -andl.
Dein lieber Name klingt so wie ein liebes Wort
Mariandl -andl -andl, du hast mein Herz am Bandl, Bandl.
Du hältst es fest und lässt es nie mehr wieder fort…“

Kennst du das Titellied „Mariandl“ aus dem Heimatfilm-Klassiker „Der Hofrat Geiger“, das im Jahr 1947 erstmals erklungen ist? Falls du die „Wachauer Hymne“ noch nicht kennen solltest, kannst du sie dir hier anhören. Perfekt, um sich auf diesen ebenso lieblichen wie legendären Landstrich im Osten Österreichs akustisch einzustimmen.

Ein neuer Meilenstein in der österreichischen Museumslandschaft für die Kunstmeile Krems

Natur, Kultur & kulinarische Genüsse.
Das „Wachauer Landl -andl“ als Garant für schöne Erinnerungen.
Krems an der Donau ist aber nicht nur wegen der schönen Landschaft und als ruhmreiches Tor zur Wachau mit zahlreichen Klöstern, Stiften und weinbewachsenen Hügeln einen Ausflug wert. Denn, alles was Kunst & Kultur betrifft: die knapp 25.000 Einwohner zählende Schul- und Universitätsstadt Krems hat auch diesbezüglich Außerordentliches aufzuwarten.

Am östlichen Rand der Wachau und 70 Kilometer westlich von Wien gelegen, hat sich das schmucke Städtchen schon seit einigen Jahrzehnten zu einer Kunstanlaufstelle der besonderen Art gemausert. Auf einer Strecke von 1,6 Kilometern, exakt einer Meile entsprechend und namensgebend für die „Kunstmeile Krems“, trifft man hier auf herausragende zeitgenössische Kunst und geschichtsträchtige Kulturschätze, umgeben von einem bezaubernden historischen Ambiente.

Die Kremser Kunstmeile und die neue Landesgalerie Niederösterreich.


Die Kremser Kunstmeile & die Landesgalerie Niederösterreich

Von der Minoritenkirche bis zur Dominikanerkirche.
Ein Zusammenspiel von Galerien, Foren und Ausstellungszentren prägt die Kremser Kunstmeile. Begleitet von Restaurants und Vinotheken mit edlen Tropfen aus der Wachau und dem Weinland Niederösterreich. Insgesamt glänzt die Kunstmeile Krems mit acht bedeutenden Kunst- und Kulturstätten mit Highlights, wie:

  • der zwei Häuser umfassenden Kunsthalle Krems mit Kunstwerken aus dem 19. Jahrhundert, der Klassischen Moderne und aktueller Kunst aus dem 21. Jahrhundert
  • das Karikaturmuseum – die „satirische und lebendige Plattform“ zeigt Karikaturen aus Europa seit 1900 und noch bis zum 02.02.2020 eine Jubiläumsausstellung des österreichischen Ausnahme-Karikaturisten Manfred Deix, der am 22.02.2019 seinen 70. Geburtstag gefeiert hätte
  • das Forum Frohner – Werke des bedeutenden österreichischen Künstlers und Mitbegründers des „Wiener Aktionismus“ Adolf Frohner (1934 – 2007) stehen im Gustav-Peichl-Bauwerk im Mittelpunkt des Betrachters und seit kurzem bereichert von
  • der Landesgalerie Niederösterreich – das neue Museum für die umfangreichen Sammlungen des Landes Niederösterreich vereint Kunst von „Einst & Heute“ auf 3.000 Quadratmetern Ausstellungsfläche

Die Landesgalerie Niederösterreich von den Architekten Marte. Marte. Kremser Kunstmeile.

Ein Kunstwerk für die Kunst vom Mittelalter bis zur Gegenwart

Die Landesgalerie Niederösterreich.
Seit Ende Mai 2019 ist die Kunstmeile in Krems offiziell um ein kulturelles und fast fensterloses Highlight reicher. Vom Architekturwettbewerb, der Planung und dem Baubeginn Mitte 2016 bis hin zur finalen Eröffnung der Landesgalerie Niederösterreich am 26.05. liegt ein langer und mit einigen Überraschungen gespickter Weg.

Der Bau des Gebäudes, der Hand in Hand mit den Architekten, ausführenden Gewerken und Museumsexperten ging, gestaltete sich von Anfang an als schwierig. Ursprünglich sollte die Landesgalerie schon 2018, anlässlich des Egon-Schiele-Jahres, eröffnet werden. Doch schon kurz nach Baubeginn fand man Anfang 2017 bei Aushubarbeiten die Anlage eines unterirdischen mittelalterlichen Hafens, der mittlerweile museal gesichert ist und ebenso ausgestellt werden soll.

Nicht zuletzt stellte auch die Architektur des Hauses selbst die mitwirkenden Handwerker vor großen, doch letzthin bewältigbaren Herausforderungen. Die schrägen Wände, die vom Erdgeschoß bis in das dritte Obergeschoß verlaufen, verlangten nach millimetergenauer Präzisionsarbeit und Expertise auf höchstem Niveau. Eine bravourös gemeisterte und sehr gelungene Arbeit!

Die Kremser Kunstmeile und die neue Landesgalerie Niederösterreich.

Eindrucksvolles aus dem Ländle

Das Haus mit dem „Dreh-Effekt“

Das kleine Bundesland Vorarlberg im Westen Österreichs genießt schon seit langer Zeit den Ruf – und dies zu Recht – die Nase in Sachen österreichischer Architektur ganz vorne zu haben. Diesbezüglich und ohne große Überraschung, gelang es dem Vorarlberger Brüderpaar Bernhard und Stefan Marte (Marte. Marte Architekten), den Architekturwettbewerb für den Bau der neuen Landesgalerie Niederösterreich für sich zu entscheiden.

International, europäisch, grenzenlos“. Mit diesen Worten beschreibt Christian Bauer, Direktor der Landesgalerie Niederösterreich, in einem Interview den neuen Museumsbau.

Der österreichische Bundespräsident Alexander van der Bellen sieht die Landesgalerie Niederösterreich als einen Ort, wo Visionen, Innovationen und Querdenken möglich sind“.

Dem Gebäude, das an der Außenfassade nur einen rechten Winkel aufweist, dienen zwei ungleiche Quadrate (Grund- und Dachebene) als Basis beziehungsweise Abschluss. Dazwischen drehen und winden sich die Wände hinauf. Elke Delugan-Meissl, Vorsitzende des Architekturwettbewerbs, beschrieb die Landesgalerie als „tänzerische Skulptur“.

Je nach Perspektive und Betrachtungsstandort, scheint das Haus tatsächlich in konstanter Bewegung zu sein. Trotz der kompakten Bauweise wirkt es aufgrund der Kombination aus Drehung, Gestaltung und Verkleidung niemals schwerfällig und plump. Die Fassade des sich in die Höhe schraubenden Bauwerks ist mit 7.200 matten, silbergrauen und Zink-Titan-legierten Schindeln überzogen.

Die neue Landesgalerie Niederösterreich im Herzen der Stadt Krems. Die Kremser Kunstmeile ist um ein Kulturjuwel reicher.

Die Landesgalerie Niederösterreich bedient viele Facetten des Wahrnehmens.


Kompakt. Bodenständig. Abgehoben.
Die auffällige Bauweise dient nicht dem Selbstzweck: Das Gebäude fügt sich durch seine Form und die verwendeten Materialien in die wunderbare Umgebung“, so Architekt Bernhard Marte zu den augenscheinlichen Äußerlichkeiten des neuen Museumsbaues in Krems-Stein.

Tageslichtquelle. Die Verbindung zwischen Innen- und Außenwelt des nahezu fensterlosen, gedrehten Pyramidenstumpfes erfolgt durch vier verglaste Bögen im Erdgeschoß. Zusätzlich gibt eine, in das Bauwerk eingeschnittene Dachterrasse den Blick frei auf das gegenüberliegende Benediktinerkloster Stift Göttweig, das sich über den Ausläufern des Dunkelsteinerwaldes erhebt.

Vom Eingangsbereich, den Bogenfenstern und der Dachterrasse abgesehen, ist die Landesgalerie Niederösterreich mit ihrem „Schuppenpanzer“ ansonsten fast hermetisch von der Außenwelt abgeriegelt.

Eine Bereicherung für die niederösterreichische Museumslandschaft. Die Landesgalerie Niederösterreich inmitten der Kunstmeile Krems.

Blick ins Land und natürlich auch auf die, nicht immer blaue Donau! Der Eingangs- und Ausgangsbereich der Landesgalerie Niederösterreich mit Blick auf die Donau erfolgt über eine imposante Drehtür, die selbstverständlich barrierefrei passierbar ist.

Kunst vom Mittelalter bis in das bewegte Heute.

Unterwegs mit der Mission „Antworten auf Fragen der Gegenwart“ zu finden.
3.000 m² Ausstellungsfläche auf fünf Ebenen stehen den rund 60.000 Objekten der Landessammlungen Niederösterreich zur genussreichen Prachtentfaltung zur Verfügung.

Eine weitläufige Fläche für die holde Kunst. Ein eindrucksvoller Platz für Museumsbesucher von heute, die mit Kunst aus verschiedenen Epochen in einen Dialog treten wollen.

Mit Meisterwerken aus dem Mittelalter und dem Barock liegt der Fokus der Landessammlungen Niederösterreich eindeutig im Spektrum der österreichischen Kunst des 19. Jahrhunderts bis hin zur Gegenwartskunst. Dabei werden sämtliche Sparten des Kunstschaffens – Grafik, Bildhauerei und Malerei sowie Fotografie, Medienkunst und Installationen – berücksichtigt.

Das differenzierte Raumangebot im Inneren des Museums wird, trotz schräger Wände, mit flexiblen Stellwänden maximal und mit Leichtigkeit ausgeschöpft. Dank ausgeklügelter Beleuchtungssysteme obendrein perfekt in Szene gesetzt.

Als Auftakt in der Landesgalerie Niederösterreich wird aktuell, neben ausgewählten Kunstwerken der Landessammlungen, auf allen fünf Ebenen je eine Eröffnungsausstellung präsentiert:

  1. Franz Hauer – Selfmademan und Kunstsammler der Gegenwart (26.05.2019–16.02.2020)
  2. Renate Bertlmann – Hier ruht meine Zärtlichkeit
    (26.05.–29.09.2019)
  3. Ich bin alles zugleich – Selbstdarstellung von Schiele bis heute (26.05.2019–16.08.2020)
  4. Sehnsuchtsräume – Berührte Natur und besetzte Landschaften (26.05.2019–19.04.2020)
  5. Heinz Cibulka – bin ich schon ein bild?
    (26.05.–29.09.2019)

Die fünf Ausstellungen sind mit rund 500 Werken aus der Kunstsammlung des Landes Niederösterreich sowie aus privaten und öffentlichen Leihgaben bestückt. Diese haben den Auftrag, einen möglichst breitgefächerten Kunstgeschmack abzudecken, von bieder-konservativ bis hin zu provokant und polarisierend. Somit wird in der Landesgalerie alles aufgeboten, um Kunstliebhaber mit den unterschiedlichsten Geschmacksvorlieben auf ihre Kosten kommen zu lassen.

Renate Bertelmanns "Urnenwand" bei der Eröffnungsausstellung in der Landesgalerie Niederösterreich in der Kunstmeile Krems

Renate Bertlmanns monumentale Installation „Urnenwand“ konnte im Rahmen der Eröffnungsausstellung im Mai 2019 in der Landesgalerie Niederösterreich zum ersten Mal in ihrer ganzen Größe gezeigt werden.

Lukas Marxt „Captive Horizon“ 2015 – 13. Min, 54 Sek. (Lukas Marxt)

Franz West. Landesgalerie Niederösterreich - Kunstmeile Krems.

Franz West „Endlich zwei gute Skulpturen“, 2002 (Belvedere Wien, Dauerleihgabe Ernst Ploil)


Fazit:
Nach knapp drei Jahren Bauzeit mit der Eröffnung am 26. Mai 2019 wurde die Landesgalerie Niederösterreich sowohl von Spitzenpolitikern unseres Landes als auch von renommierten Museums-Fachleuten sowie von nationalen und internationalen Besuchern durchwegs positiv aufgenommen.  Wie sich die Bespielung der Landesgalerie Niederösterreich weiterhin entwickeln wird, wird sich schlicht und einfach in der Zukunft zeigen.

Dank der, ins Auge stechenden architektonischen Gestaltung des Museums ist jedenfalls schon jetzt für allerhand phantasieanregende Spitznamen gesorgt:

  • „Das tanzende Haus“
  • „Der Bunker“
  • „Das Segelschiff“
  • „Der schiefe Turm von Krems“
  • „Der Silberfisch“

Wie so oft scheiden sich auch bei der Landesgalerie Niederösterreich die Geister und Geschmäcker. Die einen finden Architektur und Gestaltung spektakulär und sehen das neue Haus als unmissverständliches Zeichen für die Kunst. Andere wiederum empfinden das Gebäude, in Anbetracht des überschaubaren Platzangebotes inmitten von Krems-Stein, als zu mächtig, zu raumgreifend und zu wenig mit dem Umfeld verschmelzend.

Am besten empfiehlt sich auch in diesem Fall der „persönliche Augenschein“! Um sich sein eigenes Bild von der Landesgalerie Niederösterreich bilden zu können, einfach in nächster Zeit eine Kunstreise nach Krems auf die „To-do-Liste“ setzen und beim Flanieren zwischen Kunst von damals und heute die schöne Wachau mitsamt ihren kulinarischen Köstlichkeiten genießen.

Im Inneren der Landesgalerie Niederösterreich, Kunstmeile Krems. Mai 2019

Bis zum nächsten Trip und viel Freude beim Eintauchen in den vielseitigen Kremser Kunstgenuss wünscht dir

Lisa
aus der TEXTIEREREI

KONTAKT

PS: Die Fotos zu diesem Blogbeitrag stammen vom, in Wien lebenden Fotografen Michael Büchling und wurden der TEXTIEREREI dankenswerter Weise zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt.

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Text © Lisa Asbäck-Kreinz
Fotos © Michael Büchling

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